Wissenswertes über spanische Spezialitäten

"Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst!" - 2 Kor. 13:5
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Spanische Spezialitäten


Die Spanische Küche ist ebenso vielseitig wie das Land mit seinen unterschiedlichen Regionen selbst. Dies ist wenig verwunderlich: Wie es in den mediterranen Ländern generell üblich ist, beinhaltet auch die spanische Küche Spezialitäten, die aus dem gekocht werden, was die jeweilige Region hergibt. An der Küste ist es demnach fangfrischer Fisch, der besonders häufig auf den Tisch kommt. In den Berggebieten gehören überwiegend Fleischgerichte zu den einheimischen Spezialitäten. Darüber hinaus stellen Kräuter, hochwertiges Olivenöl, Obst und Gemüse einen wichtigen Teil der spanischen Küche dar. Da die traditionellen Gerichte meist auf der Küche der einfachen Landbevölkerung basiert, sind spanische Spezialitäten in der Regel einfach und unkompliziert. Ihr Charme liegt in der Qualität der Zutaten und dem perfekten Zusammenspiel der Aromen.

So haben es einige traditionelle spanische Spezialitäten heute zu internationalem Ruhm gebracht, auch wenn Liebhaber der iberischen Halbinsel sich einig darüber sind, dass diese Spezialitäten nirgendwo auf der Welt so köstlich schmecken wie in Spanien selbst.

Tapas

Tapas sind kleine Köstlichkeiten, die in Spanien in den Bars zu Wein und Bier gereicht werden. Generell ist es in Spanien üblich, dass sich die Menschen am Abend in den Bars treffen, dort ein Appetithäppchen zu sich nehmen und weiterziehen. Während in anderen Ländern höchstens gesalzene Erdnüsse und Chips gereicht werden, handelt es sich bei den traditionellen Tapas um regelrechte Delikatessen.

Typische Tapas sind beispielsweise eingelegte, unterschiedlich gewürzte, oft auch gefüllte Oliven wie auch köstliche kleine Sardellen. Diese heißen Boquerones und werden wahlweise in Essig eingelegt oder frittiert serviert (boquerones en vinagre oder boquerones fritos). Als Ciruelas finden Feinschmecker mit Speck ummantelte gebratene Pflaumen auf der Speisekarte.  Weiter dürfen in keiner Tapas-Bar Gambas al ajillo (in Olivenöl eingelegte gebratene Knoblauchgarnelen), Mejillones (Miesmuscheln, meist in einem aromatischen Sud), frittierte scharf gewürzte Patatas (Kartoffelwürfel), kleine Tintenfische und Patatas fritas (selbst hergestellte Kartoffelchips) nicht fehlen.

Für den mitteleuropäischen Gaumen vielleicht gewöhnungsbedürftig sind einige Tapas-Spezialitäten, die dennoch ebenfalls gerne angeboten werden. Dazu gehören Callos en Salsa (Kutteln in Soße) und gebratene Schweinsöhrchen.

Dazu gibt es in jeder spanischen Bar den weltweit berühmten Serrano Schinken und die ebenso legendäre Chorizo, eine würzige, grobe Rohwurst.

Spanische Käsespezialität – der Manchego

Auch wenn Spanien nicht wie beispielsweise Frankreich für seinen Käse berühmt ist, so gibt es doch spanische Käsespezialitäten, die unbedingt probiert werden sollten. Der Manchego verdankt seinen Namen der Region La Mancha, aus der er ursprünglich stammt. Dieser köstliche leicht cremige Rohmilchkäse wird aus pasteurisierter Schafsmilch hergestellt. Ihr verdankt er sein charakteristisches würziges Aroma. Unverarbeitet besitzt der Manchego eine fast schwarze Rinde, die durch einen Schimmelpilz entsteht. Häufig wird diese jedoch vor dem Servieren abgeschnitten.

Dieser besondere Käse wird gerne auch in spanischen Gerichten verarbeitet, doch sein einzigartiges Aroma erlaubt es, ihn pur nur mit etwas frischem Brot zu genießen.

Im Übrigen darf sich auch nur der echte Manchego so benennen. Dafür besitzt er die geschützte Herkunftsbezeichnung D.O. Queso Manchego.

Gazpacho – Erfrischend gesunder Genuss

Gazpacho ist besonders in der heißen Jahreszeit beliebt. Es handelt sich hierbei um eine nahrhafte und gesunde Gemüsesuppe, die jedoch aus rohem Gemüse zubereitet und daher auch kalt genossen wird. Beheimatet ist Gazpacho im Süden Spaniens. Hier in Andalusien haben die Mauren sowohl in der Kunst und der Architektur als auch in der einheimischen Küche ihre Spuren hinterlassen.

Das klassische gazpacho andaluz wird lediglich aus Tomaten, grünen Paprikaschoten, Salatgurken, Weißbrot, Knoblauch, Olivenöl, Essig, Salz und Wasser zubereitet. Die Zubereitung ist einfach und schnell. Dazu wird das Gemüse zusammen mit dem Weißbrot zunächst klein geschnitten und mit dem Olivenöl püriert. Unter Zugabe von Wasser wird die richtige Konsistenz erzielt. Hier variieren die Geschmäcker. Manche mögen das Gazpacho eher flüssig, andere bevorzugen eine sehr sämige Variante. Mit den Gewürzen wird die Suppe schließlich abgeschmeckt. Die Spanier servieren das Gazpacho gerne mit Stücken von Tomaten, Paprika oder Gurken.

Tortilla – traditionelles Nationalgericht

Die echte spanische Tortilla ist so einfach wie köstlich. Und gesund ist dieses Nationalgericht ohnehin, denn es wird lediglich aus Kartoffeln, Eiern, Olivenöl und Salz, in der neueren Version zusätzlich mit Zwiebeln und Knoblauch zubereitet. Im Übrigen ist eine Tortilla eine spanische Variante des klassischen Omeletts. Durch die Zugabe von Kartoffeln (die französische Version kennt das Omelett nur mit Eiern zubereitet) ist eine Tortilla sehr nahrhaft und sättigend.

Heute gibt es zahlreiche Abwandlungen des klassischen Rezeptes, verschiedene Gemüsesorten können nach Belieben verarbeitet werden. Auch schmeckt die Tortilla mit ganz unterschiedlichen Gewürzen und Kräutern, die ihr je nach Belieben beigemischt werden, immer wieder anders und neu.

Tortilla ist in allen Regionen Spaniens gleichermaßen bekannt. Sie ist jedoch heute kaum Hauptgericht, sondern wird als Beilage, als kleine Zwischenmahlzeit oder auch in einer überschaubaren Portion als Tapa gereicht.

Paella – der Klassiker unter den spanischen Spezialitäten

Kaum eine Spezialität wird derart mit der iberischen Halbinsel in Verbindung gebracht wie die Paella. Die traditionelle Reispfanne ist ein Muss für jeden Spanienliebhaber und das Highlight eines Restaurantbesuchs.

Jeder kennt es, das Reisgericht, welches in der charakteristischen flachen Reispfanne, der Paellera, serviert wird. Ihr verdankt das Gericht auch seinen Namen, denn Patella bedeutet im Katalanischen so viel wie flache Platte oder Pfanne. Hieraus entwickelte sich das valencianische Wort Paella für dieses spezielle Kochgerät, bevor weltweit diese Bezeichnung für das Gericht selbst gang und gäbe wurde.

Die südspanische Region Valencia ist im Übrigen die geografische Heimat der Paella, auch wenn sie heute selbstverständlich im gesamten iberischen Raum serviert und mit großer Vorliebe gegessen wird.

Paella-Reis ist von der Konsistenz mit dem Reis zu vergleichen, den die Italiener für ihr Risotto verwenden. Er erhält beim behutsamen Kochen eine leichte cremige äußere Hülle, während der innere Kern noch bissfest bleibt. Charakteristisch für jede Paella ist der Safran, mit dem der Reis leuchtend gelb gefärbt wird. Nun wird die Paella traditionsgemäß mit den verschiedensten Zutaten zubereitet. So kann Fleisch wie Huhn oder Kaninchen eine hauptsächliche Zutat sein, aber auch frische Meeresfrüchte, Riesengarnelen und Muscheln. Darüber hinaus gehört in eine echte Paella auch das typische Gemüse wie Tomaten und Erbsen.

Optisch ist eine Paella, wenn sie serviert wird, auf jeden Fall ein Hingucker. Das Gericht wird besonders liebevoll angerichtet, auf der Paella Zutaten wie Hähnchenschenkel, Gambas und Zitronenscheiben ansprechend garniert. Frischer Rosmarin, der erst zu Ende des Garens zugegeben wird, sorgt für eine mediterrane Note.

Weitere spanische Köstlichkeiten

Natürlich hat die spanische Küche neben diesen weltweit bekannten Gerichten weitere Spezialitäten zu bieten. Zweifelsohne zählen Gambas in einem würzigen Knoblauch-Sud, Kaninchen mit Rosmarin und papas arrugadas dazu. Bei letzteren handelt es sich um schrumpelige gesalzene Kartoffeln, die trotz ihrer Einfachheit eine echte Gaumenfreude sind.

Zum Nachtisch gehört bei einem spanischen Menü unbedingt eine klassische Crema Catalana dazu. Diese Dessertcreme, die mit ihrer Karamellschicht der französischen Crème Brulée ähnelt, sollten Feinschmecker unbedingt probieren – wenn nicht bereits geschehen. Sie ist ursprünglich eine Spezialität der Region Katalonien. Hier wird sie am Namenstag des Heiligen Josef serviert, mundet jedoch das ganze Jahr über.

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